Artikel von Takiwasi

Die Dokumentation, die in der folgenden Liste verfügbar ist, ist eine Zusammenstellung von Material, das vom Takiwasi-Zentrum während seiner Forschungsjahre produziert wurde.

1.
Ayahuasca in der behandlung drogensüchtiger

Autor : Jacques Mabit

Dieser Übersetzung des ursprünglich französischen Textes liegt die englische Fassung von K.A. Smyngton (von dem auch das Vorwort stammt) mit dem Titel “Ayahuasca helps cure drug addiction” zugrunde.

Teiler :

Während einer Entsendung nach Peru entdeckte der Arzt Jacques Mabit schamanische Heilkunde. Beeindruckt von der großen Pflanzenkenntnis der Eingeborenen bat er um Einweihung. Heute leitet er mit Hilfe von Schamanen ein Zentrum in Amazonien, in dem Drogensüchtige mit Hilfe einer psychoaktiven Pflanzenzubereitung geheill werden. Diese ist kein Ersatz für konventionelle Medizin, sondern ein Werkzeug einer anderen Art von Heilkunst.

2.
Betrachtungen uber das getrank ayahuasca und therapeutische perspektiven

Autor : Jacques Mabit, José Campos, Julio Arce

Übersetzung aus dem Spanischen. Erstveróffentlichung in" Revista de NeuroPsiquiatría 55: 118-131 1992 unfer dem Titel "Consideraciones acerca del brebaje ayahuasca y perspectivas terapeuticas.

Teiler :

Der wáBrige Extrakt aus Banisteriopsis Caapi, Psychotria Viridis und Brugmansia sp., im (Ur-)Wald unter dem Namen Ayahuasca ñir seine purgativen und psychotropen Wirkungen. bekannt, bildet den Angelpunkt des Heilertums (Schamanismus) der Amazonas-Ebene. Anthropologische, psychologische und phytochemische Studien zeigen, daR dieses Getránk, wenn es in angemessener Weise verabreicht wird, mit heilsamer Wirkung in der Behandlung von Drogensucht und Geisteskrankheiten eingesetzt werden kann. Bei der Behandlung von Patienten wurdg zudem festgestellt, daf3 die Heil-Sitzungen nicht nur von den Wirkstoffen (Beta-Karboline und Tryptamine) beeinfluBt werden, sondern auch vom psychosomatischen Zustand des Patienten, von Umweltbedingungen und von an{eren, durch den Therapeuten bestimmten Umstiinden.

3.
Coca und Ayahuasca, das gleiche schicksal?

Autor : Jacques Mabit

Konferenz präsentiert in der „Internationalen Konferenz über Ayahuasca“, Río Branco, Brasilien, Oktober 2016. Übersetzung aus dem Spanischen: Dr. Ludwig Mayr.

Teiler :

Während einst in Peru durch den Einfluss der Weisheit des Coca Blattes die glorreiche Zivilisation der Inka errichtet wurde, ist Peru später zum primären Produzenten der toxischen Derivate dieser kommerzialisierten Pflanze geworden. Wie es die Erfahrung des Takiwasi3 Zentrums gezeigt hat, ist es heutzutage möglich Kokainabhängigkeit mit Hilfe des Coca Blattes zu behandeln. Auf der anderen Seite hat man vor einigen Jahrzehnten den heilsamen Gebrauch von Ayahuasca entdeckt und nach kurzer Zeit trat ein explosiver Gebrauch auf der ganzen Welt auf.

4.
Die durch Ayahuasca ausgelöste halluzination der heiler des peruanischen Ober-Amazonien

Autor : Jacques Mabit

Ursprünglich Franzósisch. Erst veróffentlichung in "L’hallucinaton par l’Ayahuasca chez les guérisseurs de 1a Haute-Amazonie Péruvienne (Tarapolo)", Document de travail I' 1988, “Institut Français d’Etudes Andines” Lima.

Teiler :

Auf der Grundlage von Selbstversuchen mit den Heilern des peruanischen Ober-Amazonien stellt der Autor den Rahmen und die Bedingungen der halluzlnatorischen Produktion in der tradil,ionellen Medizin mittels des Gebrauchs von Ayahuasca vor, einer Liane mit psychotroper Wirkung. Er versucht einige Konstanten zu finden, die die nach der Einnahme von Ayahuasca erlebten Halluzinationen charakterisieren. AnschlieBend bringt er eine Úberlegung über die rrVisionen'r vor, die mit diesen Praktiken erzielt werden und deflniert die Bewertungskri terien, die, wie er darlegt, diese veránderten BewuBtseinszustánde insbesondere unter therapeutischen Gesichtspunkten zu einem diskussionswürdlgen Thema machen.

5.
Die meisterpflanzen des oberen Amazonas: ein initiationsweg?

Autor : Frank Pfitzner

Vortrag, gehalten auf den 3. Münchener Erfahrungstagen 15. – 17. April 2011.

Teiler :

Der Bergdschungel Perus ist wegen der Qualität der dortigen Heilpflanzen und einer intensiven und sehr ausdifferenzierten Heilertradition eine besondere Region. Er erstreckt sich zwischen der Andenkordillere und dem Amazonasbecken. Dort existiert am Rande der Stadt Tarapoto seit 19 Jahren das Therapie- und Forschungszentrum “Takiwasi“ – ein Pilotprojekt, in dem versucht wird, die anzestralen Techniken dieser Heilertradition sinnvoll und reflektiert mit westlicher Medizin und moderner therapeutischer Begleitung zu kombinieren, um eine effiziente Behandlung für Drogenabhängige anzubieten.

6.
Drogensuchtige ent-weihung versus schamanische einweihung

Autor : Jacques Mabit

Vortrag auf dem Kongresse von Lérida, Oktober 1994. Ürbersetzung aus dem Spanischen. Titel im Original: « Contra-Iniciación toxicománica versus iniciación shamanica ».

Teiler :

Ich gebe zu, dasse das "Psycho"-Gerede in mir instinktiv Wide¡willen auslóst, eine Allergie, die durch meine beruflichen Erfahrungen noch verstárkt wird. Ich halte es daher für angebracht, zunáchst klarzustellen, "von wo aus ich rede". um so eine chance zu haben, verstanden zu werden.

7.
Marihuana: engel oder dämon?

Autor : Jacques Mabit

Veröffentlicht im Magazin TAKIWASI, Nº 5, pp 63-77, Tarapoto, PERU, 1997. Übersetzung aus dem Spanischen: Dr. Ludwig Mayr.

Teiler :

Marihuana ist heutzutage zu einem andauernden Diskussionsthema geworden. Es handelt sich dabei um den Konflikt zwischen den Befürwortern einer totalen Liberalisierung des Konsums psychoaktiver Substanzen auf der einen Seite und deren Gegnern, welche sich gegen jegliche Toleranz gegenüber solcher Substanzen aussprechen auf der anderen Seite.

8.
Meine erfahrung mit der traditionellen medizin Amazoniens

Autor : Rosa Giove

Árztin des Zentrums Takiwasi und Direktorin des "Servicio Popular de Salud” Tarapoto, Peru.

Teiler :

Wáhrend ich am Boden sitze und in der in Dunkelheit gehüllten Maloca (traditioneller runder Raum) mit anderen Menschen einen Kreis bilde, warte ich unruhig darauf, daB ich an der Reihe bin, Ayahuasca einzunehmen. Die feuchte Wlirme des náchtlichen Urwalds, die Geráusche der Natur und der Geruch nach Tabak, Kampfer und Blütenwasser sind ebenso wie die Icaros (magische Gesánge) Tei[ des Rituals, an dem ich seit ungetiihr fiinf Jahren regelmáBig teinehme.

9.
Nah-todes erfahrungen aus der perspektive der initiation im peruanischen Amazonasgebiet

Autor : Jacques Mabit

Artikel aus dem Spanischen übersetzt. Veröffentlicht in deutscher Sprache im Zentrum Takiwasi. Titel im Original: Approches de la mort ou apprentissage de la vie, IANDS-Paris, 1999

Teiler :

Ich werde versuchen, hier jeglichem Mystizismus aus dem Weg zu gehen. Ohne Zweifel ist das, was die traditionelle, anzestrale, d.h. nicht konventionelle Medizin für sich beanspruchen kann, das Bekenntnis zur Subjektivität. Ich werde hier versuchen, das Problem der Nah-Todes Erfahrungen vom Standpunkt der Subjektivität aus zu behandeln.

10.
Schamanismus im urwald

Autor : Jacques Mabit

Artikel aus dem Spanischen übersetzt. Veröffentlicht in deutscher Sprache im Zentrum Takiwasi. Titel im Original: Shamanismo en la Selva.

Teiler :

Zur Einleitung möchten wir schematisch eine dreiteilige Schichtung der traditionellen Medizin vorschlagen, wobei wir von der am weitesten verbreiteten und schwächsten zur am wenigsten verbreiteten und kraftvollsten Ebene übergehen. Auf der ersten Ebene finden wir die Volksmedizin, die sehr verschiedenartige Praktiken umfaßt, die wir alle kennen und gelegentlich anwenden. Es handelt sich um ein im familiären Bereich sehr weit verbreitetes Wissen, das einfach anzuwenden ist und weder eine lange Lehrzeit noch besondere Begabungen erfordert. Es umfaßt “Omas Kräuter” Pusten der Mutter über dem Kopf ihres hustenden Babys, den Rat der Nachbarin, die “schon mal einen ähnlichen Fall gesehen hat”, die jährliche Wurmkur, die die Kinder vor Beginn des Schuljahres durchführen müssen usw. Mit anderen Worten: es geht um die Hausmittel, die aus der Familientradition oder dem Gespräch mit Bekannten übernommen wurden, um einfache Gesundheitsstörungen vorläufig zu beheben.

11.
Takiwasi - Amazonischer schamanismus in der drogentherapie

Autor : Anja Presser-Velder

Dieser Artikel entstand nach einem Feldforschungsaufenthalt der Autorin in Takiwasi. Ethnopsychologische Mitteilungen, ol. 9, nº1/2, Landau

Teiler :

Wo Krankheit ist, gibt es auch Heilung. Mit dieser Idee entstand 1992 das Projekt Takiwasi (Quechua: “das singende Haus”) am Rande der Stadt Tarapoto (Ost-Peru) im Herzen des peruanischen Amazoniens, einem der Hauptproduktionsgebiete von Kokablättern und Kokainbase1. Takiwasi ist ein Zentrum für die Behandlung von Drogenabhängigen und für die Erforschung der traditionellen Medizin. Als ein Pilotprojekt, in dem die traditionelle Medizin der Region mit Techniken der modernen Psychotherapie und Medizin kombiniert wird, entstand Takiwasi mit dem Ziel, einen innovativen, integralen, effektiven, nebenwirkungsarmen, kostengünstigen und kulturell eingepaßten Ansatz zur Drogentherapie zu entwickeln. Die bisherigen Resultate sind vielversprechend. Takiwasi ist von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und den peruanischen Gesundheitsbehörden als Therapiezentrum offiziell anerkannt. Amazonische Heilpflanzen und Methoden sind zwar ein essentieller Bestandteil der Arbeit, die Grundprinzipien des Therapiekonzeptes von Takiwasi sind jedoch nicht kulturell begrenzt. In diesem Sinne kann Takiwasi als Pilotprojekt mit Modellcharakter gesehen werden.

12.
Traditionelle heilkunde und drogensucht

Autor : Jacques Mabit

Artikel aus dem Spanischen übersetzt. Veröffentlicht in deutscher Sprache im Zentrum Takiwasi. Titel im Original: El saber Médico tradicional y la drogadicción.

Teiler :

In der westlichen Welt haben wir eine Verwirrung der Konzepte von “Droge” und “Sucht” festgestellt, eine Verwirrung der Vorstellungen über Legalität und Legitimität und bei der Betrachtung von Veränderungen der geistigen Zustände. Das Schlüsselelement in dieser Diskussion ist die Einleitung von Veränderungen des Bewußtseins, die eine ständige, sich durch alle Kulturen und alle Zeiten hindurchziehende Suche des Menschen wie auch der Tiere ausdrückt. Sie erweist sich insofern als ein grundlegendes Verhalten zur Erweiterung des Bewußtseins als natürliche Evolution des Lebens.

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