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Das therapeutische Potential der rituellen Verwendung sakraler Heilpflanzen -eine ethnopsychologische Studie-
Diplomarbeit im Fachbereich Psychologie an der
Universität Koblenz-Landau

Institución Educativa: Universität Koblenz-Landau

Autor(es): ANJA PRESSER-VELDER

nierika@gmx.net

Tipo de Publicación Académica: : These

Propósito de la Publicación: Diplomarbeit im Fachbereich Psychologie

Fecha Publicación: 3 Juli 2000

Extrakt


Über lange Zeit hinweg wurde das Wissen indigener Völker von der westlichen Kultur abgewertet, zerstört und in den Hinter- oder Untergrund gedrängt - zunächst im Rahmen der Kolonisation und der Inquisition und später durch die Wissenschaft. Zunehmend macht sich in der westlichen Kultur jedoch ein Wandel des Weltbildes bemerkbar. Das newtoncartesianische-Paradigma1 ist durch neuere Entwicklungen in den Wissenschaften, welche „die Notwendigkeit [implizieren,] die Welt als unteilbares Ganzes zu sehen, in der alle Teile des Universums, einschließlich des Beobachters und seiner Instrumente zu einer Gesamtheit, einem einzigen Leib verschmelzen“, ins Wanken geraten (Bohm, 1980, zit. nach Walsh, 1990). Viele der neuen wissenschaftlichen Entwicklungen zeigen interessante Parallelen zu uralten Weisheiten verschiedener Kulturen 2 . Im Lichte eines zunehmend heranreifenden globalen Bewußtseins erscheinen die Theorien der westlichen Wissenschaft nicht mehr als absolut, sondern entpuppen sich als Produkte ihrer geschichtlichen Entstehungsbedingungen und als Ausdruck damit verbundener Weltbilder und kultureller Symbolsysteme. Vor dem Hintergrund der ökologischen und sozialen Krise wird immer häufiger die Notwendigkeit betont, die Werte und die Geisteshaltung der westlichen Industriekultur aus kulturvergleichender Perspektive kritisch zu überdenken, um so den Grenzen des konventionellen Paradigmas begegnen zu können. In diesem Zusammenhang wird auch der Wert des Wissensschatzes indigener Völker über die Natur, über den Menschen und über ein ausgewogenes Verhältnis zwischen beiden wieder gewürdigt.